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Grunderwerbsteuer Saarland: 6,5 % vom Kaufpreis

Im Saarland kostet die Grunderwerbsteuer 6,5 % des Kaufpreises. Dieser Satz gilt seit dem 1. Januar 2015 und hat sich bis heute nicht verändert. Sie zahlen die Steuer einmalig, wenn Sie ein Grundstück, ein Haus oder eine Wohnung kaufen. Für einen Kaufpreis von 300.000 € fallen 19.500 € an.

Bundesland

Saarland (6,5 %)

Geben Sie den Kaufpreis ein. Hier sehen Sie das Ergebnis für Saarland.

Die Eckdaten zur Grunderwerbsteuer in Saarland

Steuersatz
Seit 01.01.2015 gilt der Satz von6,5 %.
Kaufpreis 400.000 €
Grunderwerbsteuer26.000 €
Vergleich der Länder
Platz 1 von 16: der höchste Satz in Deutschland, gleichauf mit 3 Ländern.
  • Satz im Saarland: 6,5 %
  • Gültig seit dem 1. Januar 2015
  • Bei 300.000 € Kaufpreis: 19.500 € Steuer
  • Geprüft am 1. November 2026

Beispiele nach Kaufpreis

Es kommt allein auf den Kaufpreis an. Die Übersicht zeigt, was bei üblichen Kaufpreisen an das Finanzamt geht. Gerechnet ist mit den 6,5 %, die das Land in seinem Steuerratgeber angibt.

  • 200.000 € Kaufpreis: 13.000 € Grunderwerbsteuer
  • 300.000 € Kaufpreis: 19.500 € Grunderwerbsteuer
  • 400.000 € Kaufpreis: 26.000 € Grunderwerbsteuer
  • 500.000 € Kaufpreis: 32.500 € Grunderwerbsteuer
  • 750.000 € Kaufpreis: 48.750 € Grunderwerbsteuer

Die Steuer ist aber nur ein Teil der Kaufnebenkosten, also der Ausgaben, die zusätzlich zum Kaufpreis anfallen. Dazu gehören Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und, falls beteiligt, der Makler.

Notar und Grundbuch kommen dazu

Für den Notar gibt es feste Gebühren, gerechnet nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz. Das Gesetz legt eine Grundgebühr fest, die vom Kaufpreis abhängt. Für den Kaufvertrag zahlen Sie das Zweifache davon, für die Abwicklung und die Betreuung des Kaufs jeweils die Hälfte. Hinzu kommt die Mehrwertsteuer von 19 %, so steht es in § 34 GNotKG.

Wenn Sie ein Darlehen aufnehmen, lässt die Bank eine Grundschuld im Grundbuch eintragen. Damit ist die Sicherheit der Bank gemeint: Bleibt die Rückzahlung aus, darf sie auf die Immobilie zugreifen. Die Beurkundung der Grundschuld beim Notar kostet eine volle Grundgebühr.

Auch das Grundbuchamt nimmt Gebühren: Für die Umschreibung des Eigentums auf Sie fällt eine volle Grundgebühr an, für die Vormerkung die Hälfte und für die Eintragung der Grundschuld wieder eine volle Grundgebühr. Wie hoch eine einzelne Gebühr in Euro ausfällt, hängt vom Kaufpreis beziehungsweise von der Höhe der eingetragenen Sicherheit ab.

Wie sich der Satz entwickelt hat

Auch 2026 gilt im Saarland der Satz von 6,5 %, Stand 1. November 2026. Seit dem 1. Januar 2015 wurde an diesem Satz nichts geändert.

Bis 2006 gab es in ganz Deutschland einen einheitlichen Satz von 3,5 %. Dieser Wert ist bis heute in § 11 des Grunderwerbsteuergesetzes zu finden und gilt für alle Länder, die keinen eigenen Satz festgelegt haben. Danach hat das Saarland den Satz in vier Schritten erhöht, das zeigt die Übersicht zur Grunderwerbsteuer).

  • Seit dem 1. Januar 1998: 3,5 %
  • Seit dem 1. Januar 2011: 4,0 %
  • Seit dem 1. Januar 2012: 4,5 %
  • Seit dem 1. Januar 2013: 5,5 %
  • Seit dem 1. Januar 2015: 6,5 %

Das Saarland im Vergleich der Bundesländer

Die höchsten Sätze gibt es mit 6,5 % im Saarland, in Brandenburg, in Nordrhein-Westfalen und in Schleswig-Holstein. Mehr verlangt kein Bundesland. Am günstigsten ist Bayern mit 3,5 %.

Entscheidend ist, wo die Immobilie steht, nicht wo Sie wohnen. Im direkt benachbarten Rheinland-Pfalz werden 5,0 % fällig.

  • Baden-Württemberg mit 5,0 %
  • Bayern mit 3,5 %
  • Berlin mit 6,0 %
  • Brandenburg mit 6,5 %
  • Bremen mit 5,5 %
  • Hamburg mit 5,5 %
  • Hessen mit 6,0 %
  • Mecklenburg-Vorpommern mit 6,0 %
  • Niedersachsen mit 5,0 %
  • Nordrhein-Westfalen mit 6,5 %
  • Rheinland-Pfalz mit 5,0 %
  • Saarland mit 6,5 %
  • Sachsen mit 5,5 %
  • Sachsen-Anhalt mit 5,0 %
  • Schleswig-Holstein mit 6,5 %
  • Thüringen mit 5,0 %

Stand aller Sätze: 1. November 2026.

Was bedeutet die Steuer für Ihre Darlehenshöhe?

Je mehr von Steuer, Notar und Grundbuch Sie aus eigenem Geld bezahlen, desto kleiner wird Ihr Darlehen. Jeder Euro, den Sie nicht leihen müssen, senkt Ihre Monatsrate.

Die beiden Beispiele rechnen mit dem aktuellen Durchschnittszins der Bundesbank für Baudarlehen mit 5 bis 10 Jahren Zinsbindung. Er lag im August 2026 bei 3,81 % (Bundesbank-Zinsstatistik). Dazu kommt eine anfängliche Tilgung von 2 %. Gemeint ist damit der Anteil, den Sie im ersten Jahr zurückzahlen; hier sind das 2 % der Darlehenssumme.

  • Bei 300.000 € Darlehen: 1.453 € Monatsrate, 227.108 € Restschuld nach 10 Jahren und 101.408 € Zinsen in diesen 10 Jahren.
  • Bei 400.000 € Darlehen: 1.937 € Monatsrate, 302.811 € Restschuld nach 10 Jahren und 135.211 € Zinsen in diesen 10 Jahren.

Beide Darlehen sind nach 28,1 Jahren komplett zurückgezahlt. Die Rate ergibt sich aus Darlehenssumme, Sollzins und anfänglicher Tilgung und wird jeden Monat abgerechnet.

Oft gestellte Fragen

Wie hoch fällt die Grunderwerbsteuer im Saarland aus?

6,5 % des Kaufpreises. Als Vergleich: Bei 400.000 € Kaufpreis wären es nach dem Satz von 1998 lediglich 14.000 € gewesen, heute fallen 26.000 € an.

Kann die Grunderwerbsteuer mitfinanziert werden?

Ob das möglich ist, hängt von der Bank und vom Einzelfall ab. Fragen Sie Ihre Bank am besten früh danach. Klar ist: Jeder zusätzlich geliehene Betrag erhöht Ihre Rate. Ein Beispiel: Bei 3,81 % Zins und 2 % Tilgung kostet ein Darlehen über 300.000 € rund 1.453 € im Monat. Bei 400.000 € sind es schon 1.937 €. Über 10 Jahre zahlen Sie dann 135.211 € statt 101.408 € Zinsen. Je weniger Sie leihen, desto mehr sparen Sie also.

Welche weiteren Kosten kommen beim Kauf im Saarland dazu?

Neben der Steuer sind das Notar, Grundbuch und manchmal der Makler. Notar und Grundbuchamt rechnen nach festen gesetzlichen Gebührensätzen ab. Wie viel das in Euro ist, hängt von Ihrem Kaufpreis und der Höhe Ihres Darlehens ab. Einen Makler müssen Sie nicht einschalten, seine Kosten kommen nur dazu, wenn er am Kauf beteiligt war.