Kaufnebenkosten Bayern: etwa 8,4 % des Kaufpreises
In Bayern belaufen sich die Kaufnebenkosten auf rund 4,8 % des Kaufpreises, wenn kein Makler beteiligt ist. Mit Makler sind es etwa 8,4 %. Zu den Nebenkosten zählen die Grunderwerbsteuer, die Notar- und Grundbuchgebühren und häufig auch die Maklercourtage.
Bayern (3,5 %)
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Kaufnebenkosten
Wichtige Werte für die Kaufnebenkosten in Bayern
- Grunderwerbsteuer
- Das Finanzamt erhält3,5 %
- Notar- und Grundbuchkosten
- bei 400.000 € mit Grundschuld:1,3 %
- Makleranteil des Käufers
- 3,57 %üblich, MwSt inklusive
- Bei 400.000 € zusammengenommen
- ohne Makler 4,8 %, insgesamt8,4 %
- Grunderwerbsteuer in Bayern: 3,5 % vom Kaufpreis
- Notar- und Grundbuchgebühren bei einem Kaufpreis von 400.000 €: 5.371 €
- Anteil der Käufer am Maklerhonorar: 3,57 %
- Bei einem Kaufpreis von 400.000 € ergeben sich insgesamt 19.371 €, wenn kein Makler beteiligt ist; mit Makler sind es 33.651 €
Welche Nebenkosten beim Hauskauf in Bayern anfallen
Am meisten wiegt die Grunderwerbsteuer. Sie fällt einmal an, wenn Sie ein Haus oder Grundstück erwerben, und geht an das Finanzamt. In Bayern liegt der Satz bei 3,5 % des Kaufpreises). Bei 400.000 € macht das 14.000 € aus.
Der Notar beurkundet den Kaufvertrag und betreut anschließend den gesamten Ablauf. Im Grundbuch werden Sie danach als neuer Eigentümer vermerkt. Beide Stellen rechnen nach einem Bundesgesetz ab, nämlich dem Gerichts- und Notarkostengesetz. Auf die Notargebühren kommt 19 % Mehrwertsteuer.
Wenn Sie mit einem Kredit kaufen, kommt meist eine Grundschuld hinzu. Ihr Haus wird dann im Grundbuch als Sicherheit für die Bank eingetragen. Auch hierfür fallen Notar- und Grundbuchgebühren an, und zwar abhängig von der Höhe der Darlehenssumme.
Ein Makler ist nicht bei jedem Kauf dabei. Wenn doch, zahlen Käufer in der Regel 3,57 % des Kaufpreises, die Mehrwertsteuer ist schon enthalten. Für einen Kaufpreis von 400.000 € ergibt das 14.280 €.
Kosten nach Kaufpreis, wenn kein Makler beteiligt ist
Die Tabelle nennt typische Kaufpreise in Bayern. Grundlage ist jeweils eine Grundschuld über 80 % des Kaufpreises.
| Kaufpreis | Notar | Grundbuch | Grunderwerbsteuer | Gesamtkosten ohne Makler |
|---|---|---|---|---|
| 200.000 € | 2.006 € | 1.034 € | 7.000 € | 10.040 € |
| 300.000 € | 2.904 € | 1.488 € | 10.500 € | 14.892 € |
| 400.000 € | 3.558 € | 1.813 € | 14.000 € | 19.371 € |
| 500.000 € | 4.272 € | 2.188 € | 17.500 € | 23.960 € |
| 750.000 € | 6.069 € | 3.098 € | 26.250 € | 35.417 € |
Mit Makler kommen bei 400.000 € weitere 14.280 € hinzu. Insgesamt sind das dann 33.651 €, also 8,4 % vom Kaufpreis.
So rechnen wir die Nebenkosten in Bayern
Wir zählen vier Posten zusammen: die Grunderwerbsteuer, den Notar samt Mehrwertsteuer, das Grundbuch und, wenn ein Makler dabei ist, seine Provision.
Notar und Grundbuch rechnen in Gebühren ab. Wie hoch eine Gebühr ist, hängt vom Kaufpreis oder vom Darlehen ab: Je höher der Betrag, desto höher die Gebühr. Die genauen Beträge legt eine gesetzliche Tabelle fest, mindestens sind es 15 €. Für jeden Arbeitsschritt fällt eine festgelegte Anzahl solcher Gebühren an:
| Schritt | Gebühren | Berechnet von |
|---|---|---|
| Notar beurkundet den Kaufvertrag | 2,0 | Kaufpreis |
| Notar vollzieht den Kauf | 0,5 | Kaufpreis |
| Notar betreut die Abwicklung | 0,5 | Kaufpreis |
| Grundbuch schreibt den neuen Eigentümer ein | 1,0 | Kaufpreis |
| Grundbuch legt die Auflassungsvormerkung an | 0,5 | Kaufpreis |
| Notar beurkundet die Grundschuld | 1,0 | Darlehen |
| Grundbuch trägt die Grundschuld ein | 1,0 | Darlehen |
Mit der Auflassungsvormerkung legt das Grundbuch zunächst einen vorläufigen Eintrag an. Sie sichert Ihnen das Haus für den Zeitraum, bis die endgültige Eintragung als Eigentümer erfolgt.
Häufige Fragen rund um die Kaufnebenkosten in Bayern
Ist Bayern im Vergleich zu anderen Bundesländern günstiger?
Ja, Bayern erhebt mit 3,5 % den niedrigsten Grunderwerbsteuersatz aller Länder. In Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, dem Saarland und Schleswig-Holstein beträgt er beispielsweise 6,5 %. Die Gebühren für Notar und Grundbuch sind bundesweit gleich geregelt.
Wie verändern sich die Notarkosten ohne Kredit?
Sie werden günstiger: Wer ohne Kredit kauft, braucht keine Grundschuld. Damit fallen eine Notargebühr und eine Grundbuchgebühr weg, die sonst nach der Höhe des Darlehens berechnet werden.
Wie hoch ist die monatliche Kreditrate zusätzlich zu den Nebenkosten?
Entscheidend sind dabei Zinssatz und Tilgung. Laut Durchschnittszins der Bundesbank lag der Zinssatz im August 2026 bei 3,81 % für eine Zinsbindung über 5 bis 10 Jahre (vorläufiger Wert). Für eine Darlehenssumme von 300.000 € und eine anfängliche Tilgung von 2 % ergibt sich damit eine monatliche Rate von 1.453 €.

