Kaufnebenkosten Brandenburg: etwa 11,4 % des Kaufpreises
Die Kaufnebenkosten in Brandenburg belaufen sich auf rund 11,4 % des Kaufpreises, wenn ein Makler mitmacht. Lassen Sie den Makler weg, sind es bei 400.000 € etwa 7,8 %. Den größten Brocken bildet die Grunderwerbsteuer, also die Abgabe, die das Finanzamt einmalig für den Erwerb eines Grundstücks oder Hauses erhebt. Hinzu kommen die Gebühren für den Notar und das Grundbuch.
Brandenburg (6,5 %)
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Kaufnebenkosten
Kaufnebenkosten in Brandenburg: die Eckdaten im Überblick
- Grunderwerbsteuer
- 6,5 %zahlen Sie an das Finanzamt
- Notar sowie Grundbuch
- 1,3 %bei 400.000 € inklusive Grundschuld
- Makler, Anteil des Käufers
- 3,57 %sind üblich, inklusive MwSt
- Bei 400.000 € insgesamt
- 11,4 %mit Makler, 7,8 % ohne Makler
- In Brandenburg beträgt die Grunderwerbsteuer 6,5 % des Kaufpreises
- Bei einem Kaufpreis von 400.000 € kosten Notar und Grundbuch zusammen 5.371 €
- Der Käufer zahlt einen Makleranteil von 3,570 % des Kaufpreises
- Bei 400.000 € ergeben sich insgesamt 45.651 € mit Makler und 31.371 €, wenn kein Makler beteiligt ist
Nebenkosten beim Hauskauf in Brandenburg nach Kaufpreis
Mit steigendem Kaufpreis wachsen auch die Nebenkosten, denn Steuer und Gebühren richten sich nach dem Preis. Die aufgeführten Beispiele unterstellen, dass 80 % des Kaufpreises über die Bank laufen. Als Sicherheit für ihr Darlehen lässt die Bank dafür eine Grundschuld eintragen. Gemeint ist damit das Pfandrecht, das später im Grundbuch vermerkt wird.
Die einzelnen Beträge im Überblick:
- Kaufpreis 200.000 €: Grunderwerbsteuer 13.000 €, Notar 2.006 €, Grundbuch 1.034 €, Summe ohne Makler 16.040 €
- Kaufpreis 300.000 €: Grunderwerbsteuer 19.500 €, Notar 2.904 €, Grundbuch 1.488 €, Summe ohne Makler 23.891 €
- Kaufpreis 400.000 €: Grunderwerbsteuer 26.000 €, Notar 3.558 €, Grundbuch 1.813 €, Summe ohne Makler 31.371 €
- Kaufpreis 500.000 €: Grunderwerbsteuer 32.500 €, Notar 4.272 €, Grundbuch 2.188 €, Summe ohne Makler 38.960 €
- Kaufpreis 750.000 €: Grunderwerbsteuer 48.750 €, Notar 6.069 €, Grundbuch 3.098 €, Summe ohne Makler 57.917 €
Ist ein Makler dabei, zahlt der Käufer in der Regel 3,570 % des Kaufpreises. Für 400.000 € macht das 14.280 € aus. Zusammen mit Steuer, Notar und Grundbuch ergibt sich 45.651 €, also 11,4 % des Kaufpreises.
Bei der Grunderwerbsteuer handelt es sich um den mit Abstand größten Posten. Brandenburg erhebt mit 6,5 % den höchsten Satz, den Deutschland kennt, gleichauf mit Nordrhein-Westfalen, dem Saarland und Schleswig-Holstein. Anders sieht es in anderen Bundesländern aus: Berlin erhebt 6,0 %, Bayern lediglich 3,5 % (Steuersätze im Vergleich der Länder)).
So rechnen Sie die Kaufnebenkosten in Brandenburg aus
Für die Berechnung stellen wir 4 Posten zusammen: die Grunderwerbsteuer von 6,5 %, die Notarkosten inklusive 19 % Mehrwertsteuer, die Grundbuchkosten und nach Bedarf den Makleranteil. Notar und Grundbuch orientieren sich am Gerichts- und Notarkostengesetz, kurz GNotKG, das bundesweit einheitlich gilt (§ 34 GNotKG).
Es genügen dafür zwei Angaben: der Kaufpreis und die Höhe des Darlehens. Das Darlehen zählt, weil sich die Gebühren für die Grundschuld nach dem Darlehensbetrag richten und nicht nach dem Kaufpreis. Wer weniger finanziert, spart also auch hier etwas.
Als Beispiel: Für einen Kaufpreis von 400.000 € und ein Darlehen über 320.000 € fallen 26.000 € Steuer, 3.558 € Notarkosten und 1.813 € Grundbuchkosten an. Zusammen sind das 31.371 €. Bei Hinzunahme eines Maklers kommen 14.280 € hinzu, sodass sich die Gesamtkosten auf 45.651 € belaufen.
Notar und Grundbuch im Detail
Der Notar beurkundet den Kaufvertrag, organisiert die Abwicklung und beurkundet außerdem die Grundschuld für die Bank. Das Grundbuchamt vermerkt Sie als neuen Eigentümer, sichert Ihr Haus vorab durch eine Vormerkung ab und trägt anschließend die Grundschuld ein. Dieses amtliche Verzeichnis, das Grundbuch, hält fest, wem ein Grundstück gehört und welche Schulden darauf lasten.
Für jeden dieser Schritte sieht das Gesetz eine bestimmte Anzahl an Gebühren vor, die Höhe steht in einer Tabelle im Gesetz. Je größer Kaufpreis oder Darlehen, desto höher fällt die einzelne Gebühr aus. Die niedrigste Gebühr liegt bei 15 €; die Beträge stehen in der Gebührentabelle nach § 34 GNotKG (Gebührentabelle nach § 34 GNotKG).
Nehmen Sie ein Haus für 300.000 € und ein Darlehen über 80 % des Kaufpreises: In Brandenburg zahlen Sie 2.904 € an den Notar und 1.488 € an das Grundbuchamt. Die Notarkosten enthalten 19 % Mehrwertsteuer, während auf die Grundbuchkosten keine Mehrwertsteuer fällt.
Ihre Fragen zu den Kaufnebenkosten in Brandenburg
Was kosten die Kaufnebenkosten in Brandenburg?
Der Anteil am Kaufpreis bleibt über alle Preise hinweg ähnlich, denn die Steuer liegt immer bei 6,5 %. Für ein günstiges Haus von 200.000 € ergeben sich ohne Makler 16.040 €, für 750.000 € dagegen 57.917 €. Rund 4 von 5 Euro entfallen jeweils auf die Grunderwerbsteuer, den Rest teilen sich Notar und Grundbuch.
Welche Kaufnebenkosten kann man sparen?
Grunderwerbsteuer, Notar und Grundbuch entstehen bei jedem Kauf, ihre Höhe legt das Gesetz fest. An diesen Posten ist nichts zu verhandeln. Wegfallen kann allein der Makler, und der ist zugleich der zweitgrößte Posten: Bei einem Kaufpreis von 400.000 € verringern sich die Nebenkosten ohne Makler also von 45.651 € auf 31.371 €. Zudem senkt ein kleineres Darlehen die Gebühren für die Grundschuld, weil sie sich nach dem Darlehensbetrag berechnen und nicht nach dem Kaufpreis.
Kaufe ich in Berlin statt in Brandenburg, was wird teurer?
Notar und Grundbuch kosten in ganz Deutschland gleich viel, es gilt ja dasselbe Bundesgesetz. Nur die Grunderwerbsteuer unterscheidet sich: In Berlin zahlen Sie 6,0 % anstatt 6,5 %. Bei einem Kaufpreis von 400.000 € sind es in Brandenburg 26.000 €, in Berlin entsprechend weniger.

