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Kaufnebenkosten Hessen: etwa 10,3 % des Kaufpreises

In Hessen machen die Kaufnebenkosten ohne Makler etwa 7,3 % des Kaufpreises aus, mit Makler rund 10,3 %. Bei einem Haus für 400.000 € ergeben sich 41.271 €, wenn ein Makler mitmacht, und 29.371 €, wenn keiner beteiligt ist. Das Geld kommt zum Kaufpreis obendrauf und fließt zum Finanzamt, zum Notar, zum Grundbuchamt und eventuell an den Makler.

Bundesland

Hessen (6,0 %)

Geben Sie den Kaufpreis ein. Hier sehen Sie das Ergebnis für Hessen.

Die Eckdaten zu den Kaufnebenkosten in Hessen

Grunderwerbsteuer
An das Finanzamt:6,0 %
Grundbuch und Notar
Mit Grundschuld bei 400.000 €:1,3 %
Makleranteil des Käufers
Üblich und inklusive MwSt:2,975 %
Summe bei 400.000 €
Insgesamt10,3 %, ohne Makler 7,3 %.
  • Steuer auf den Grundstückskauf in Hessen: 6 % des Kaufpreises
  • Notarkosten bei 400.000 € Kaufpreis: 3.558 €
  • Grundbuchkosten bei 400.000 € Kaufpreis: 1.813 €
  • Anteil des Käufers am Maklerhonorar: 2,975 % vom Kaufpreis
  • Bei 400.000 € ergeben sich insgesamt 41.271 € mit Makler und 29.371 € ohne Makler

Nebenkosten beim Hauskauf in Hessen nach Kaufpreis gestaffelt

Der größte Posten ist immer die Grunderwerbsteuer. Sie fällt einmalig an, wenn ein Haus oder Grundstück den Besitzer wechselt. In Hessen sind das 6 % des Kaufpreises).

Für die Tabelle haben wir die Beträge ohne Makler gerechnet. Grundlage ist eine Grundschuld über 80 % des Kaufpreises. Gemeint ist damit der Eintrag im Grundbuch, über den die Bank das Haus für Ihr Darlehen als Sicherheit bekommt.

KaufpreisNotarkostenGrundbuchkostenGrunderwerbsteuerSumme ohne Makler
200.000 €2.006 €1.034 €12.000 €15.040 €
300.000 €2.904 €1.488 €18.000 €22.392 €
400.000 €3.558 €1.813 €24.000 €29.371 €
500.000 €4.272 €2.188 €30.000 €36.460 €
750.000 €6.069 €3.098 €45.000 €54.167 €

Ist ein Makler beteiligt, zahlen Käufer 2,975 % vom Kaufpreis. Für 400.000 € macht das 11.900 €, damit landen Sie bei 41.271 €.

Was zahlen Sie für Notar und Grundbuch?

Die Gebühren für Notar und Grundbuch sind bundesweit gesetzlich geregelt. Wie hoch die Gebühr ausfällt, richtet sich nach dem Geschäftswert, also meist nach dem Kaufpreis oder nach der Höhe Ihres Darlehens. Mit steigendem Wert steigt auch die Gebühr, nur etwas langsamer als der Preis.

Beim Notar fallen 2,0 Gebühren für den Kaufvertrag, 0,5 für den Vollzug und 0,5 für die Betreuung an. Hinzu kommt die Mehrwertsteuer von 19 %. Wird die Grundschuld beurkundet, berechnet der Notar dafür 1,0 Gebühr vom Darlehensbetrag.

Das Grundbuchamt berechnet 1,0 Gebühr für die Eigentumsumschreibung sowie 0,5 Gebühren für die Auflassungsvormerkung. Dieser Vermerk im Grundbuch schützt Sie als künftige Eigentümerin oder künftigen Eigentümer, bis der Eigentumswechsel im Grundbuch vollzogen ist. Für die Eintragung der Grundschuld fällt zusätzlich 1,0 Gebühr an, wiederum bezogen auf den Darlehensbetrag.

Da sich zwei dieser Gebühren am Darlehen orientieren, sinken die Kosten für Notar und Grundbuch bei einem kleineren Kredit etwas.

Grunderwerbsteuer: Hessen im Vergleich der Bundesländer

Mit 6 % zählt Hessen zu den Ländern mit hohen Sätzen. Höher ist die Steuer nur in Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, im Saarland und in Schleswig-Holstein mit je 6,5 %. Thüringen liegt bei 5,0 %. Bayern ist mit 3,5 % das günstigste Land.

SteuersatzBundesländer
3,5 ProzentBayern
5,0 ProzentBaden-Württemberg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Thüringen
5,5 ProzentBremen, Hamburg, Sachsen
6,0 ProzentBerlin, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern
6,5 ProzentBrandenburg, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Schleswig-Holstein

Stand der Prüfung bei den Landesfinanzverwaltungen war der 1. November 2026.

So rechnen wir die Kaufnebenkosten für Hessen

Vier Bausteine ergeben zusammen die Summe: Grunderwerbsteuer, Notarkosten einschließlich 19 % Mehrwertsteuer, Grundbuchkosten und, je nach Wahl, die Maklerprovision. Verzichten Sie auf den Makler, bleiben die drei Pflichtposten übrig.

Für die Steuer rechnen wir 6 % des Kaufpreises. Bei Notar und Grundbuch greifen wir auf die Gebührensätze des Gesetzes zurück und schauen den Betrag der einzelnen Gebühr in der Tabelle B zu § 34 GNotKG nach. Die Mindestgebühr beträgt dort 15 €.

Kaufvertrag, Vollzug, Betreuung, Eigentumsumschreibung und Vormerkung bemessen sich am Kaufpreis. Rund um die Grundschuld richten sich zwei Gebühren nach dem Darlehensbetrag; in unseren Beispielen gehen wir von 80 % des Kaufpreises aus.

Ihre wichtigsten Fragen zu den Kaufnebenkosten in Hessen

Wie teuer sind die Kaufnebenkosten in Hessen?

Je nach Kaufpreis fällt der Anteil unterschiedlich aus: Die Gebühren für Notar und Grundbuch wachsen langsamer als der Preis. Bei teureren Häusern liegt der Prozentsatz darum etwas niedriger, bei günstigeren etwas höher. Steuer (6 %) und Makleranteil (2,975 %) bleiben dagegen stets gleich. Am besten rechnen Sie mit dem konkreten Betrag für Ihren Kaufpreis und lassen einen festen Prozentsatz weg.