Kaufnebenkosten Rheinland-Pfalz: etwa 9,9 % des Kaufpreises
Mit Makler zahlen Sie in Rheinland-Pfalz rund 9,9 % des Kaufpreises als Kaufnebenkosten zusätzlich, ohne Makler etwa 6,3 %. Bei einem Haus mit 400.000 € Kaufpreis ergeben sich rund 39.651 € mit Makler, ohne Makler sind es 25.371 €.
Rheinland-Pfalz (5,0 %)
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Kaufnebenkosten
Wichtige Zahlen zu den Kaufnebenkosten in Rheinland-Pfalz
- Grunderwerbsteuer
- 5,0 %werden an das Finanzamt gezahlt.
- Kosten für Notar und Grundbuch
- mit Grundschuld:1,3 %bei 400.000 €
- Anteil des Käufers am Maklerhonorar
- üblich:3,57 %inklusive MwSt
- Bei 400.000 € insgesamt
- Ohne Makler 6,3 %, insgesamt9,9 %
- Grunderwerbsteuer: 5 Prozent des Kaufpreises
- Notar und Grundbuch: rund 1,3 Prozent, gemessen an 400.000 € Kaufpreis
- Makler: Wenn ein Makler beteiligt ist, zahlen Sie als Käufer 3,57 Prozent des Kaufpreises an ihn
- Zusammen für 400.000 €: Ohne Makler 25.371 €, mit Makler 39.651 €
Welche Nebenkosten beim Hauskauf in Rheinland-Pfalz anfallen
Neben dem Kaufpreis kommen 3 oder 4 Posten auf die Rechnung. Die Grunderwerbsteuer fällt einmalig an und geht direkt an das Finanzamt, und zwar beim Kauf eines Grundstücks oder Hauses. In Rheinland-Pfalz liegt sie bei 5 % des Kaufpreises).
Hinzu kommen der Notar und das Grundbuchamt. Beide rechnen nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz, ihre Gebühren sind also im ganzen Land gleich. Auf die Notargebühren kommt 19 % Mehrwertsteuer.
Hat ein Makler das Haus vermittelt, zahlen Sie als Käufer in der Regel 3,57 % des Kaufpreises an ihn. Bei einem Kaufpreis von 400.000 € sind das 14.280 €.
Die Tabelle unten listet die Kosten ohne Makler auf. Kalkuliert ist mit einer Grundschuld über 80 % des Kaufpreises.
| Preis | Notar | Grundbuch | Steuer | Summe ohne Maklerkosten |
|---|---|---|---|---|
| 200.000 € | 2.006 € | 1.034 € | 10.000 € | 13.040 € |
| 300.000 € | 2.904 € | 1.488 € | 15.000 € | 19.392 € |
| 400.000 € | 3.558 € | 1.813 € | 20.000 € | 25.371 € |
| 500.000 € | 4.272 € | 2.188 € | 25.000 € | 31.460 € |
| 750.000 € | 6.069 € | 3.098 € | 37.500 € | 46.667 € |
Der größte Brocken ist die Steuer. Notar und Grundbuch kosten zusammen deutlich weniger.
Wofür Notar und Grundbuch ihr Geld bekommen
Ein Notar setzt den Kaufvertrag auf und beurkundet ihn. Danach kümmert er sich darum, dass der Kauf vollzogen wird, und betreut die Zahlung. Nehmen Sie einen Kredit auf, beurkundet er außerdem die Grundschuld. Die Grundschuld sichert der Bank den Kredit ab. Dazu wird sie im Grundbuch eingetragen. Wenn der Kredit nicht zurückgezahlt wird, kann die Bank auf das Haus zugreifen.
Eingetragen werden Sie im Grundbuch als neuer Eigentümer. Vorher trägt das Grundbuchamt eine Auflassungsvormerkung ein. Dieser Vermerk sichert Ihnen das Haus, solange die Umschreibung noch nicht abgeschlossen ist. Auch die Grundschuld wird dort vermerkt.
Wie sich die Kaufnebenkosten zusammensetzen
Vier Posten bestimmen die Kaufnebenkosten: die Grunderwerbsteuer, die Notarkosten inklusive 19 % Mehrwertsteuer, das Grundbuch und, falls nötig, der Makler. In Rheinland-Pfalz rechnen wir mit 5 % Steuer.
Notar und Grundbuch rechnen nach Gebühren. Wie hoch eine Gebühr ausfällt, richtet sich nach dem Geschäftswert. Gemeint ist der Betrag, der zugrunde liegt: den Kaufpreis beim Kaufvertrag und den Kreditbetrag bei der Grundschuld. Welche Beträge gelten, finden Sie in der Tabelle B des Gesetzes. Die Mindestgebühr liegt bei 15 €.
So rechnet man es aus
Kurz gesagt: Die Kaufnebenkosten ergeben sich aus Steuer, Notar, Grundbuch und Makler.
- Steuer: 5 Prozent des Kaufpreises
- Notar: Der größte Teil hängt am Kaufpreis, nämlich der Vertrag, die Abwicklung und die Betreuung der Zahlung. Ein kleinerer Teil hängt an der Höhe Ihres Kredits. Auf die Notargebühren kommen 19 % Mehrwertsteuer
- Grundbuch: Eine Gebühr von 1,0 für die Eintragung als Eigentümer und 0,5 für die Vormerkung, jeweils berechnet vom Kaufpreis; außerdem 1,0 Gebühr für die Grundschuld, berechnet vom Kreditbetrag
- Makler: 3,57 Prozent des Kaufpreises, und zwar nur bei Beteiligung eines Maklers
Fragen, die häufig gestellt werden
Wie hoch sind die Kaufnebenkosten in Rheinland-Pfalz im Vergleich zu anderen Ländern?
Rheinland-Pfalz erhebt bei der Grunderwerbsteuer nur 5 Prozent und gehört damit zu den günstigeren Ländern. Niedriger liegt nur Bayern mit 3,5 %. Die meisten anderen Länder verlangen mehr, zwischen 5,5 und 6,5 %. Am höchsten ist der Satz mit 6,5 %) in Nordrhein-Westfalen, Brandenburg, dem Saarland und Schleswig-Holstein. Die Gebühren für Notar und Grundbuch sind überall gleich hoch.
Welche Kaufnebenkosten lassen sich sparen?
Ohne Makler sparen Sie am meisten. Bei einem Kaufpreis von 400.000 € bleibt damit ein Betrag von 14.280 € erspart. Steuer und die Gebühren für den Kaufvertrag richten sich nach dem Kaufpreis und sind gesetzlich festgelegt. Was die Grundschuld kostet, hängt vom Kreditbetrag ab: ein kleinerer Kredit senkt die Gebühren etwas.
Wie hoch ist die monatliche Rate für ein Hausdarlehen?
Wenn Sie 300.000 € Kredit aufnehmen und dafür 3,81 % Zins sowie 2 % anfängliche Tilgung vereinbaren, zahlen Sie jeden Monat 1.453 €. Als Tilgung bezeichnet man den Teil der Rate, mit dem Sie Ihren Kredit selbst zurückzahlen. Unter diesen Bedingungen ist der Kredit nach 28,1 Jahren vollständig zurückgezahlt. Der Durchschnittszins der Bundesbank liegt bei 3,81 % für eine Zinsbindung über 5 bis 10 Jahre, Stand: August 2026 (vorläufig).

