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Kaufnebenkosten Sachsen: etwa 10,4 % des Kaufpreises

In Sachsen machen die Kaufnebenkosten rund 10,4 % des Kaufpreises aus, wenn ein Makler mitbezahlt wird. Bei 400.000 € Kaufpreis liegt der Anteil ohne Makler bei etwa 6,8 %.

Bundesland

Sachsen (5,5 %)

Geben Sie den Kaufpreis ein. Hier sehen Sie das Ergebnis für Sachsen.

Sachsen: Kaufnebenkosten und ihre Eckdaten

Grunderwerbsteuer
5,5 %gehen an das Finanzamt
Grundbuch und Notar
Bei 400.000 € mit Grundschuld:1,3 %
Käuferanteil für den Makler
Üblich:3,57 %inklusive MwSt
Gesamt bei 400.000 €
10,4 %; 6,8 % ohne Makler
  • Steuer auf den Grundstückskauf in Sachsen: 5,5 %
  • Kosten für Notar und Grundbuch bei 400.000 €: zusammen 5.371 €
  • Provision des Maklers für die Käuferseite: 3,57 %
  • Gesamtkosten bei 400.000 €: mit einem Makler 41.651 €, ohne Makler 27.371 €

Am meisten kostet die Steuer. Notar und Grundbuch liegen deutlich darunter, und für den Makler zahlen Sie nur dann, wenn einer dabei ist.

Kaufnebenkosten beim Hauskauf in Sachsen

Die Grunderwerbsteuer fällt einmal an, wenn Sie eine Immobilie kaufen, und geht direkt an das Finanzamt. In Sachsen sind das 5,5 % des Kaufpreises). In der folgenden Tabelle stehen die Kosten ohne Makler. Wir gehen dabei von einer Finanzierung über 80 % des Kaufpreises aus.

KaufpreisNotarGrundbuchGrunderwerbsteuerSumme ohne Makler
200.000 €2.006 €1.034 €11.000 €14.040 €
300.000 €2.904 €1.488 €16.500 €20.892 €
400.000 €3.558 €1.813 €22.000 €27.371 €
500.000 €4.272 €2.188 €27.500 €33.960 €
750.000 €6.069 €3.098 €41.250 €50.417 €

Wird ein Makler eingeschaltet, addiert sich bei einer Käuferprovision von 3,57 % noch ein Betrag. Bei 400.000 € Kaufpreis macht das 14.280 € aus, zusammen also 41.651 € oder rund 10,4 % des Kaufpreises.

Notar und Grundbuch: wofür zahlen Sie?

Ein Notar formuliert den Kaufvertrag, liest ihn laut vor und macht ihn damit rechtsgültig. Danach organisiert er alles, was bis zur Eintragung als neuer Eigentümer noch erledigt werden muss. Hinzu kommen 19 % Mehrwertsteuer.

Das Grundbuchamt schreibt Sie als neuen Eigentümer ein. Zuvor bringt es eine Auflassungsvormerkung an. Dieser Vermerk sichert Ihnen den Kauf, solange die Umschreibung läuft.

Nehmen Sie einen Kredit auf, entsteht zusätzlich eine Grundschuld. Damit dient Ihr Haus der Bank als Sicherheit, bis das Darlehen zurückgezahlt ist. Auch diese Grundschuld muss der Notar beurkunden und das Grundbuchamt eintragen. Für beide Gebühren ist der Kreditbetrag die Grundlage, nicht der Kaufpreis.

So rechnen Sie die Kaufnebenkosten in Sachsen

Die Nebenkosten bestehen aus 4 Bestandteilen: Grunderwerbsteuer, Notar inklusive Mehrwertsteuer, Grundbuch und, falls ein Makler beteiligt ist, die Provision.

Notar- und Grundbuchgebühren richtet das Gerichts- und Notarkostengesetz. In Sachsen gelten sie genauso wie in allen anderen Bundesländern. Für jeden Betrag sieht das Gesetz eine Grundgebühr vor, die mindestens 15 € beträgt. Je nach Arbeitsschritt wird sie einmal, zweimal oder zur Hälfte berechnet.

SchrittKostenstelleAnzahl GrundgebührenBerechnungsbasis
Kaufvertrag beurkundenNotar2,0Kaufpreis
VertragsvollzugNotar0,5Kaufpreis
KaufbetreuungNotar0,5Kaufpreis
AuflassungsvormerkungGrundbuchamt0,5Kaufpreis
Umschreibung auf den KäuferGrundbuchamt1,0Kaufpreis
Grundschuld beurkundenNotar1,0Kreditbetrag
Grundschuld eintragenGrundbuchamt1,0Kreditbetrag

Zum Rechenbeispiel: Bei einem Kaufpreis von 400.000 € und einer Grundschuld über 320.000 € zahlen Sie 3.558 € an den Notar und 1.813 € an das Grundbuch. Rechnet man die 22.000 € Steuer dazu, landet man bei 27.371 € und damit bei 6,8 % des Kaufpreises.

Grunderwerbsteuer: Sachsen und andere Bundesländer

Bei der Grunderwerbsteuer liegt Sachsen mit 5,5 % im Mittelfeld. In Bremen und Hamburg gilt derselbe Steuersatz. Bayern erhebt 3,5 %, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Niedersachsen 5,0 %. Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, das Saarland und Schleswig-Holstein verlangen 6,5 %.

Fragen rund um die Kaufnebenkosten in Sachsen

Sind die Nebenkosten bei einer günstigen Immobilie anteilig höher?

Etwas. Für eine Immobilie mit 200.000 € Kaufpreis liegen die Kosten für Notar und Grundbuch bei 3.040 € insgesamt, das sind etwa 1,5 % vom Kaufpreis. Bei 750.000 € fallen 9.167 € an, also nur gut 1,2 %. Der Steuersatz bleibt immer bei 5,5 %.

Wo lassen sich bei den Kaufnebenkosten Kosten sparen?

Am meisten lässt sich beim Makler sparen, denn ohne ihn entfällt die Provision vollständig. Bei der Grundschuld wirkt sich ein kleinerer Kredit aus, weil Notar und Grundbuch ihre Gebühren nach der Höhe des Kredits berechnen. An Steuer, Kaufvertrag und Eigentumsumschreibung zahlen Sie bei jedem Kauf mit.

Wie hoch ist die monatliche Rate für einen Kredit dieser Größe?

Wenn Sie 300.000 € aufnehmen, mit 3,81 % Zins und 2 % anfänglicher Tilgung, zahlen Sie jeden Monat 1.453 €. Der Zinssatz von 3,81 % liegt beim Durchschnitt der Bundesbank für 5 bis 10 Jahre Zinsbindung (Stand August 2026, vorläufig). Mit diesen Konditionen ist das Darlehen nach rund 28,1 Jahren komplett getilgt.